Mangel an Interessenten für Microsofts Cloud ist groß

Die Isolation für unbefugte Zugriffe, Daten- und Informationssicherheit sowie die Angst vor unbefugten Zugriffen durch Geheimdienste trägt dazu bei, dass das Azure-Angebot von Microsoft in Deutschland Schwierigkeiten bei Nachfrage hat. Einige Medien berichten aktuell darüber, dass das Microsoft-Angebot für Unternehmen schlichtweg zu „rückständig“ und „zu teuer“ sei. Allem Anschein nach tut sich Microsoft mit den strengen Datenschutzrichtlinien in Europa und Deutschland überaus schwer.

Seit den Abhör-Enthüllungen durch Edward Snowden sind deutsche Behörden überaus kritisch gegenüber US-Unternehmen, wie zum Beispiel Microsoft, eingestellt. Nicht gerade zuträglich sind immer wieder neue Sicherheitsvorfälle, welche die Lage erschweren. Dabei ist es nicht gerade von Vorteil, dass deutsche Behörden zur Kernzielgruppe des Azure-Angebots von Microsoft gehören.

Ein wesentlicher Faktor für diese schlechte Entwicklung ist die Tatsache, dass der Aufbau der Cloud dezentral ist. Durch die verteilten Ressourcen auf verschiedene Rechenzentren entsteht eine mangelhafte Transparenz, die viele Kunden abschreckt. Während zahlreiche Anbietet ihre Rechenlast auf internationale Standorte verteilen, verfolgt Microsoft eine gegenteilige Strategie und bleibt an Standorten innerhalb von Deutschland. Bisheriger Partner ist hierbei T-Systems mit Standorten in Frankfurt am Main sowie in Sachsen-Anhalt. Trotz dieser engen Zusammenarbeit sind die Vorbehalte gegenüber US-amerikanischen Unternehmen nach wie vor groß.