Microsoft setzt bei Azure Sphere auf Linux

Durch die Entwicklung von Azure Sphere schnürt der US-Konzern Microsoft ein neues IoT-Paket, welches aus einem speziellen Betriebssystem, einer Sicherheitsdienst sowie zertifizierten Chips besteht. Dabei haben sich die Redmonder außerdem für den Einsatz von Linux statt Windows entschieden.

Im Rahmen der RSA-Konferenz hat Microsoft für das Internet der Dinge sein neues Paket Azure Sphere der Öffentlichen vorgestellt. Das Produkt besteht aus zertifizierten Azure Sphere Mikrocontrollern, einem Betriebssystem namens Azure Sphere OS sowie dem Azure Sphere Security Service für die Cloud. Bei den Mikrocontrollern handelt es sich im Grunde um den notwendigen Speicher, Prozessor sowie die Steuerungskomponente. Microsoft stellt diese nach aktuellen Informationen nicht selbst her, sondern lässt sie über einen Dritthersteller produzieren. Für die Herstellung müssen nach Angaben von Microsoft sieben Punkte beachtet werden, welche die Anforderungen an ein „Highly Secure Device“ erfüllen sollen.

Das für Azure Sphere vorgesehene Betriebssystem hat Microsoft selbst entwickelt. Das US-Unternehmen betont hierbei, dass es speziell für Geräte entwickelt wurde, die mit dem Internet verbunden sind. Alle darin enthaltenen Sicherheitsmechanismen seien aus Windows entnommen worden. Das System basiert zudem auf einem modifizierten Linux. Ein Security Monitor überwacht Zugriff auf das System, um die Integrität sicherzustellen.

Ein zusätzlicher Cloud-Dienst soll die IT-Sicherheit nachhaltig sicherstellen. Azure Spehre Security Service soll es Nutzern ermöglichen, durch wenig Arbeit die Kommunikation zwischen Anwendungen und IoT-Systemen abzusichern. Darüber hinaus ist der Service für das Einspielen von Sicherheitsupdate zuständig. Fehlerberichte von Geräte sowie das frühe Erkennen von eventuellen Bedrohungen fällt ebenfalls in den Zuständigkeitsbereich des Dienstes. Vor der Veröffentlichung des neuen Paket Ende 2018 testen verschiedene Gerätehersteller im Rahmen einer Private Preview Azure Sphere. Welche Unternehmen sich dazu bereit erklärt haben, hat Microsoft bislang noch nicht bekannt gegeben.