Neue Entlassungswelle bei Microsoft

Microsoft will sich nach eigenen Angaben noch intensiver auf den boomenden Cloud-Markt konzentrieren. Vor diesem Hintergrund sollen vor allem im Ausland zahlreiche Stellen der Neuausrichtung zum Opfer fallen.

Der Software- und Cloud-Konzern steht erneut vor Massenentlassungen. Der Unternehmensumbau in Richtung Cloud-Geschäft gefährdet tausende Jobs, so die Nachrichtenagentur Bloomberg. Dabei beruft sich die Agentur auf Unternehmenskreise. Vor allem im Bereich Sales werden den Angaben zufolge jede Mengen Stellen wegfallen. Weiter heißt es, dass weniger als 10 Prozent betroffen seien. Davon entfallen 75 auf Standorte im Ausland.

Der Sender CNBC hatte kurz zuvor von 3.000 Stellen berichtet und diese Zahl wenig später wieder zurückgezogen. Auf Nachfrage bestätigte Microsoft den geplanten Stellenabbau. Eine genaue Zahl wollte das Unternehmen jedoch nicht nennen. Ein Microsoft-Sprecher äußerte sich gegenüber CNBC und erklärte, dass Microsoft Änderungen implementieren werde. Allem Anschein nach wurden bereits die ersten Mitarbeiter darüber informiert, dass ihre Stelle bereits gestrichen wurde oder deren Wegfall in Betracht gezogen werde. Es handele sich nicht um Sparmaßnahmen, so der Sprecher weiter. Der neue Sales-Bereich, soll sich laut Bloomberg vor allem auf das Cloud-Geschäft konzentrieren.

In den USA beschäftigt Microsoft rund 71.000 Menschen. Weltweit stehen knapp 110.000 Mitarbeiter im Dienst des US-Konzerns. Bereits im Juli 2016 mussten 3.000 Mitarbeiter ihren Schreibtisch räumen. Zwei Monate zuvor hatte das Unternehmen in der Smartphone-Sparte Handlungsbedarf gesehen und ebenfalls die Anzahl der Stellen stark reduziert. Aktuell wurden bereits 900 Entlassungen vollzogen. Bekannt ist bislang auch, dass allein in Finnland 1.350 Jobs dem anvisierten Cloud-Geschäft zum Opfer fallen werden.